Die Initiative

Erwartungen und Forderungen der Schauspielhaus Wuppertal Initiative an die Verantwortlichen der Stadt und des Landes NRW:

Die Schauspielhaus Wuppertal Initiative unterstützt grundsätzlich jede Überlegung, die Schließung  des Schauspielhauses unter Einbeziehung des Tanztheater Pina Bausch zu aufzuheben!  Hierzu müssen Gespräche geführt werden. Wir erwarten jedoch,  daß alle Sparten der Wuppertaler Bühnen substanziell und offen in den  Planungen berücksichtigt werden – nicht über mögliche Hintertürchen, um eine Finanzierung von außen zu ermöglichen (Im Hilterhaus-Gutachten sollen die Wuppertaler Bühnen lediglich inoffiziell über die Säule Wupperbogen Eingang in das vorgeschlagene  Tanzzentrum Pina Bausch finden).  Ein überarbeitetes Konzept sollte transparent und somit überprüfbar sein und die Wuppertaler Bühnen in ihrer Gesamtheit als festen  Bestandteil des Schauspielhauses konkret beeinhalten.

  • Einsetzung eines Runden Tisches mit Vertretern aus Politik, Schauspielhaus Wuppertal Initiative und anderen die Causa betreffenden Gruppen, der Wuppertaler Bürgerschaft, Künstlern, Kulturschaffenden und Fachleuten, mit dem Auftrag der Sondierung von Lösungsmöglichkeiten für den Erhalt und Weiterbetrieb des Wuppertaler Schauspielhauses mit den 3 Sparten Sprechtheater, Tanztheater Pina Bausch, Oper und eventuell anderen Kooperationspartnern.
  • Beginn des Dialogs zwischen der Stadtregierung und den Bürgern, Initiativen und anderen die Causa betreffenden Gruppen, über die Zukunft des Schauspielhauses, der Wuppertaler Bühnen und der Kulturförderung in Wuppertal.
  • Einblick in die städtischen Sanierungs-, Modernisierungs- und Nutzungskonzepte für  das Schauspielhaus und die Entwicklungskonzepte für die Wuppertaler Bühnen.
  • Einblick und Offenlegung der vergangenen, aktuellen und geplanten Finanzierung der Wuppertaler Bühnen getrennt nach Sparten und Spielstätten (Vermeidung „kanibalisierender“   Querfinanzierungen).
  • Gemeinsame Auseinandersetzung über die allgemeinen Haushaltspläne, geplante Etatkürzungen, etc..
  • Dezidierte Auskunft über die Pläne und Vorstellungen der Stadt zur Zukunft des Tanztheater Pina Bausch in Wuppertal (Gutachten Stefan Hilterhaus/Pact Zollverein).
  • Gemeinsame umfängliche Begehung des Schauspielhauses mit unabhängigen Fachleuten und Sachverständigen zwecks einer neutralen Bestandsaufnahme der technischen und baulichen Situation im Schauspielhaus für ein aktuelles Bausachverständigengutachten bezüglich Sanierungs- und Modernisierungskosten.
  • Gemeinsame Erstellung einer Machbarkeitsstudie zum zukünftigen künstlerischen und betriebswirtschaftlichen Finanzbedarf unter Berücksichtigung veränderter Nutzungsbedingungen und erhöhter Auslastung des Hauses.
  • Bekenntnis seitens der Stadt  zur Sanierung des Schauspielhauses und Umsetzung des betreffenden Ratsbeschlusses von 2006. Einstellung der notwendigen schon damals eingeplanten und der schon privat gespendeten Geldmittel in den entsprechenden Etat für Kultur und für Gebäude- und Bestandserhaltung.
  • Rücknahme oder Reduzierung der Budgetkürzungen für die Wuppertaler Bühnen – Rücknahme der Kündigungen und Wiedereinstellung wesentlicher Teile des Personals der Wuppertaler Bühnen für einen funktions- und zukunftsfähigen Betrieb im Schauspielhaus.
  • Die Stellen der Theaterpädagogik und der Kultur Container bleiben erhalten.
  • Gemeinsame Konzeptentwicklung für übergreifende Kooperationen mit freien, experimentellen und Tanzprojekten.
  • Fortführung und Weiterentwicklung der Theaterpädagogik.
  • Einführung eines Kulturtickets für sozial Schwache.
  • Bekenntnis und sichtbares Bestreben der Stadt den Theatervorplatz in Pina-Bausch-Platz umzubenennen.

Wir erwarten, dass alle Sparten der Wuppertaler Bühnen offen in allen zukünftigen Planungen für das Schauspielhaus einbezogen werden. Bereits bestehende Konzepte müssen daraufhin überprüft werden.