Pressemitteilung “Kein Theater ohne Theater”

Quo Vadis? (1913)

Pressemitteilung vom 5.2.2014

Das Sprechtheater ist die originäre Bestimmung des Schauspielhauses, sichtbar seit
seiner Eröffnung im Jahr 1966. Die Schauspielhaus Wuppertal Initiative begrüßt die
Errichtung der zusätzlichen kleinen Spielstätte am Engelsgarten, die für einige
Produktionen der Wuppertaler Bühnen wichtig und sinnvoll sein wird. Diese kleine
Spielstätte jetzt als „Schauspiel Wuppertal“ zu bezeichnen, wie eine der drei
Auswahlmöglichkeiten bei der derzeitigen Abstimmung über den Namen lautet, ginge
unserer Ansicht nach fehl, da durch diesen Namen der Abschied des Sprechtheaters vom
Schauspielhaus geradezu zementiert würde.
Das Zusammenkürzen und Abdrängen der gesamten Schauspielsparte in eine Spielstätte
mit lediglich 160 Plätzen als Hauptspielort halten wir für kulturpolitisch kurzsichtig und
nicht akzeptabel. Wir als Schauspielhaus Wuppertal Initiative fordern eine für die Größe
unserer Stadt angemessene finanzielle Ausstattung der Wuppertaler Bühnen, damit das
Sprechtheater seinem kulturellen Auftrag auch im Schauspielhaus wieder gerecht werden
kann. Gerade deshalb sehen wir die Stadt Wuppertal in der Pflicht, die Umsetzung der
schon 2002 geplanten Sanierung des Schauspielhauses zu einem bautechnisch
modernen Theaterhaus zügig voranzutreiben.
Mit einem zu gründenden Tanzzentrum könnte das Wuppertaler Sprechtheater einen
starken Partner für die zukünftige Nutzung gewinnen. Wir hoffen, dass uns dafür auch das
Tanztheater Pina Bausch mit seinen Tänzerinnen und Tänzern, deren Verträge im
nächsten Jahr auslaufen, erhalten bleibt. Konzeptionen einer alleinigen Nutzung des
Schauspielhauses durch ein Tanzzentrum hingegen entsprechen unserer Meinung nach
nicht den vielfältigen kulturellen Bedürfnissen in unserer Stadt.
Zur konstruktiven Auseinandersetzung mit diesem Thema lädt die Schauspielhaus
Wuppertal Initiative zu einer öffentlichen Podiumsdiskussion am Montag den 31. März
diesen Jahres unter der Überschrift „Kein Theater ohne Theater – Quo Vadis
Schauspielhaus Wuppertal?“ ein, für die Rolf Bolwin vom Deutschen Bühnenverein, der
Theaterkritiker Stefan Keim, Theo Jüchter, ehem. Kulturdezernent, Enno Schaarwächter,
kaufm. Geschäftsführer der Wuppertaler Bühnen sowie die Schauspielintendanten
Christian von Treskow (Wuppertal) und Kay Voges (Dortmund) gewonnen werden
konnten. Ein wichtiges Ziel dieser Veranstaltung soll es sein, den verantwortlichen
Politikern vor der Kommunalwahl Denkanstöße und Entscheidungshilfen zum Thema
Schauspielhaus und Sprechtheater zu geben.
Die Schauspielhaus Wuppertal Initiative trifft sich regelmäßig alle zwei Wochen mittwochs
um 19.00 Uhr in der Alten Feuerwache, Gathe 6 in Wuppertal-Elberfeld.
Das nächste Treffen findet am Mittwoch den 12.2.2014 statt.
Weitere Termine und Informationen sind unter www.schauspielhaus-wuppertal-initiative.de
abrufbar.

Diese Pressemitteilung wurde an mehr als 20 regionale und überregionale Medien übermittelt. Ort und Uhrzeit der Veranstaltung  stehen noch nicht fest, werden aber bald bekannt gegeben. Wir hoffen auf reges Interesse und eine konstruktive Diskussion.
Die obige Filmszene entstammt der italienischen Stummfilmproduktion “Quo Vadis?” aus dem Jahre 1913