Pressemitteilung mit Wahlprüfsteinen zur Kommunalwahl vom 25. April 2014

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Pünktlich zur kommenden Kommunalwahl und getragen von der breiten öffentlichen Zustimmung zu ihrer Podiumsdiskussion am 31. März hat die Schauspielhaus Wuppertal Initiative Wahlprüfsteine entwickelt, um sowohl der Politik als auch den Wuppertaler Bürgern Orientierungshilfen zu geben zum Thema Stadttheater und seine Bedeutung für die Stadtgesellschaft.

Die Initiative ist davon überzeugt dass das  Sprechtheater gerade in Zeiten des Wandels  eine gesellschaftlich wichtige Rolle spielt und es in Wuppertal ein großes Bedürfnis nach einem Theater gibt welches diese Rolle ausfüllt. Trotz begrenzter Kommunalfinanzen besteht die kommunale Verantwortung, gute und nachhaltige Strukturen für attraktives Schauspiel zu schaffen.

Die politischen Parteien Wuppertals sind aufgerufen innerhalb der nächsten 2 Wochen zu den folgenden Wahlprüfsteinen Stellung zu beziehen. Die Schauspielhaus Wuppertal Initiative sieht die Politik in der Pflicht Antworten auf diese drängenden Fragen zu geben und  Zukunftsperspektiven darzustellen mit denen der schleichende Niedergang des Schauspiels verhindert und das Schauspielhaus einer demokratischen Nutzung zugeführt werden können. 

  1. Rücknahme der Kürzungen des jährlichen Betriebskostenzuschusses für die Wuppertaler Bühnen in Höhe von 2 Mio. € und Übernahme der Tarifsteigerungen für alle Beschäftigten.
  2. Aufstockung der Ensemblegröße auf wieder 14 Schauspieler sowie Rückführung der allgemeinen Personalstärke auf den Stand von zu Beginn der Intendanz Christian von Treskows, um einen umfänglichen Repertoirebetrieb in zwei Spielstätten gewährleisten zu können und eine bessere Auslastung zu erreichen.
  3. Umsetzung des Ratsbeschlusses von 2006 zur Sanierung des Schauspielhauses.
  4. Entwicklung eines Konzepts für die zukünftige Nutzung des Schauspielhauses unter Einbeziehung des Tanztheaters Pina Bausch und des Sprechtheaters. Das vorliegende Hilterhaus-Gutachten sollte auf diese Zielsetzung hin angepasst werden.  Suche nach Kooperationsmöglichkeiten mit weiteren Kultureinrichtungen, Bildungsträgern und -vermittlern.

Nach Ansicht der Schauspielhaus Wuppertal Initiative führen die Mehrbelastungen durch steigende Löhne ohne Finanzausgleich auf Dauer in den künstlerischen und finanziellen Ruin. Das Tanztheater und das Orchester bekommen diesen Ausgleich seit jeher. Außerdem handelt es sich um weit weniger als 1% des städtischen Haushalts. Ein Theater muß bespielt werden um erfolgreich zu sein. Dazu eignet sich am trefflichsten das Schauspielhaus in einer für alle Theaterformen offenen Ausrichtung. Es braucht ein öffentliches Bekenntnis der Stadt zu einem starken Schauspiel zusammen mit dem Tanztheater Pina Bausch in einem sanierten Schauspielhaus.  

Pressemitteilung Wahlprüfsteine 25.4.2014